Runder Tisch tagt in Berlin
- Sonntag 20. November 2011
Ulrich Weiß war als Vertreter des AKS dabei. Was ist das Fazit dieses Tages?
Es stellt sich heraus, dass die Teilnahme ein "glücklicher Zufall" war. Eine ganze Reihe von Gruppen sind ähnlich in ihrer Arbeit gelagert wie wir. Eine oder wenige Personen führen die praktische Arbeit durch.
Ein großer Vorteil war, dass die Sitzung im Evangelischen Kirchenamt für die Bundeswehr (EKA) stattfand. Militärgeneraldekan Heimer hielt einen Vortrag über die Militärseelsorge und die anstehenden Reformen. Ich hatte den Platz neben ihm und somit die Möglichkeit, immer wieder mit ihm zu sprechen. Ich konnte aus unserer Arbeit berichten und denke, es ist gut, dass wir unter all den anderen Gruppen unsere Stimme als Christen einbringen können. Ich hatte dem anfangs nicht so viel Gewicht beigemessen, aber am Ende dieses Tages bin ich überzeugt, dass wir hier eine gesellschaftliche Aufgabe haben.
Der "Runde Tisch" hat einige Aktionen beschlossen, die dazu dienen, mehr in der Bevölkerung und auch in den Kirchen und Gemeinden über den Dienst der Soldaten zu informieren und das Thema im Bewusstsein zu halten.
Für mich stellt sich die Frage, was wir im Bereich unserer Freikirchen und Verbände tun können, um das Thema präsent zu halten?
Konkret beschlossen wurde dass der Moderator, Reinhold Robbe, einen Brief an die beiden großen Volkskirchen und an alle Landeskirchen und Diozösen schreibt, mit der Bitte, regelmäßig an unsere Soldaten zu denken und für sie zu beten.
Außerdem soll in den Fraktionen des Bundestages eine gelbes Band mit den Unterschriften der Abgeordneten angelegt werden, das dann als Zeichen der Solidarität und Ermutigung zu Weihnachten in die Einsatzgebiete geschickt wird.
Uber den persönlichen Kontakt zu Finanzminister Schäuble soll erwirkt werden, eine offizielle Briefmarke für Soldaten herauszugeben.
Zudem sind verschiedene Kontakte geplant, u.a. Mit dem Verteidigungsminister (Termin steht noch nicht fest) und am 3.5.2012 mit dem Bundespräsidenten im Schloss Bellevue.
Dass die Sitzung im EKA stattfand, hatte noch andere Vorteile. So konnte ich noch den Pressesprecher Walter Linkmann besuchen und den Verantwortlichen für die Einsatzpfarrer, Bodo Winkler. Mit ihm hatte ich ja schon auf der Gesamtkonferenz der MS vereinbart, das wir das Angebot unseres Gebetsdienstes konkret und schriftlich an die Einsatzpfarrer weitergeben. Leider hat es darauf keine Rückmeldung gegeben. Mir kam nun der Gedanke, dass wir jeweils die Namen und die Standorte der Pfarrer für die jeweiligen Kontingente als Gebetsanliegen in den geschützten Bereich stellen. Pfarrer Winkler hat sich sofort damit einverstanden erklärt und mir unmittelbar eine handschriftliche aktuelle Liste mitgegeben (siehe Gebetsanliegen). Das finde ich schon bemerkenswert!
Nun gilt es, weiter am Netzwerk für die Unterstützung von Soldaten mitzuwirken und unseren Beitrag einzubringen. Geplant ist, über Facebook und Twitter weitere Kontakte aufzubauen.
Auch das Thema traumatische oder besondere Belastungen von einzelnen Soldaten ist weiter brennend und auch hier können wir einen Beitrag leisten. Mehr dazu erfolgt in einer gesonderten Information.


1 Kommentar
Lieber Ulrich,
danke für Deinen Bericht, und unserem Herren Dank für die offene Türe.
Nun können wir für die Einsatzpfarrer/-in konkret beten, und nicht nur wie bisher "anonym", obwohl der Herr immer wusste wer gemeint war.
Ich möchte uns mit dem Vers 5 des aktuellen Wochen-
psalms 126 ermutigen: Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.
Gott befohlen
Udo