Den Absprung wagen
Jeder Mensch wird mit einer großen Portion gesunden Vertrauens geboren. Anders kann keiner den Weg ins Leben finden. Aber schon früh kommen negative Erfahrungen dazu. Vertrauen wird enttäuscht. Man wird vorsichtig, ja sogar misstrauisch gegenüber Institutionen, Ansprüchen und Angeboten, Personen und ihren Lehren. Und dann spielt sich das Leben in der ständigen Spannung zwischen Vertrauenswagnis und Mißtrauen ab. Mancher wird dabei schnell müde, andere resignieren. Wer sagt einem die Wahrheit? Was trägt wirklich?
Aber immer wieder trifft man in der Bundeswehr auf welche, die haben Vertrauen gewagt, wo andere gleich abwinken. Sie haben sich auf ein Buch und seine Botschaft eingelassen: Die Bibel. Dabei wurde ihr Vertrauen nicht enttäuscht und sie haben entdeckt, dass der Wahrheitsanspruch der Bibel den Herausforderungen des Lebens standhält. Der Weg zu dieser Erfahrung begann mit einem Absprung. Vielleicht sind einige Gedanken - mit diesem bildhaften Vergleich formuliert - hilfreich, damit auch Du ans Ziel gelangst.
1. Das Ziel vor Augen
Die Entdeckung der Wahrheit in Jesus Christus ist keine Frage des Wissen oder des Könnens, sondern des Wagemutes. Man muss nicht Flugzeugexperte sein, um mitzufliegen und den Sprung mit dem Fallschirm zu wagen. Ich muss das Ziel vor Augen haben und erreichen wollen. Auch wenn ich viele beim Sprung beobachtet habe, letzten Endes erfahre ich nur, ob der Glaube (Fallschirm) trägt, wenn ich springe. Gefragt ist also mein Wille.
2. Mut zum Risiko
Jetzt wird es spannend. Wenn ich soweit bin, werde ich es schaffen, zu springen? Das Angebot steht. Der lebendige Gott kennt unsere Fragen und Zweifel, unser Versagen und unseren Liebesmangel. Er kennt auch alle unsere Wünsche, Sorgen, Hoffnungen und Notwendigkeiten. Doch seine Liebe meint jeden. In Jesus hat er alles getan, damit sie uns erreicht. Er will für uns sorgen und lädt jeden ein, sich seiner Liebe anzuvertrauen. Dazu gehört Mut. Aber nicht unsere Leistung garantiert den Erfolg, sondern seine unendliche Liebe.
3. Der entscheidende Schritt
Jeder von uns kann eine ganz persönliche Beziehung zu Gott bekommen. Nur ob sie entsteht, hängt von meiner Entscheidung ab. Wie bei jeder anderen dauerhaften Beziehung beginnt auch ein verbindliches Leben mit Gott mit meinem bewußten JA zu seinem Anspruch auf mein Leben. Dies JA will überlegt sein, aber es wird das Leben verändern und ihm ein neues Ziel geben. Gott will der Herr meines Lebens sein! Der Hinwendung zu dem Gott des Himmels und der Erde folgt die radikale Absage an alle anderen Mächte dieser Welt. Jesus ist für unsere Freiheit von der Macht der Sünde und Schuld gestorben. Wir können und sollen mit einer bereinigten Vergangenheit leben. Gott bietet als sein Geschenk Vergebung, Befreiung von Bindungen und innere Heilung an. Mit dem Bekenntnis der Schuld und der Bitte um Vergebung geschieht ein neuer Anfang. Es beginnt das neue Leben, von dem die Bibel spricht. Was für eine Chance!
4. Die Landung
Wer den (Ab)Sprung wagt, landet in Gottes tragfähigen Armen. Durch seine Liebe gewinnt ein Leben anderer Qualität Gestalt in uns: Das ewige Leben. Es ist ein Leben aus Gottes Hand, durch und über alle Zeit hinaus. Sein Geist will uns führen, seine Liebe begleiten, seine Treue tragen, sein Frieden umgeben. Die vertrauensvolle Hinwendung zu Gott und die Übergabe des Leben an Gott im Gebet ist die Konsequenz. Ob Sie nun diesen Schritt - oder Sprung - wagen? Ganz praktisch hieße dies, das folgende Gebet zu sprechen. Es hat schon vielen zu einer erfolgreichen Landung bei Gott geholfen.
Gebet
persönlich
Herr Jesus, ich will dir nachfolgen und nehme das Angebot deiner Liebe an. Ich weiß, dass ich bisher mein Leben selbst bestimmt und so das Ziel verfehlt habe, zu Gottes Ehre zu leben. Vergib mir, wo ich vor Gott und an Menschen schuldig geworden bin. Ich danke dir, dass du auch für mich gestorben und auferstanden bist. Ich vertraue mich dir an, übernimm du ab heute für Zeit und Ewigkeit die Herrschaft in meinem Leben. Komm mit deinem Heiligen Geist und ordne mein Leben, verändere mich und führe mich deine Wege. Mein Leben soll nun dir die Ehre geben. Amen.
Autor: Klaus-Dieter Zunke




